Aktuelle Ausgabe

allmende 104

Mit Beiträgen von


Nico Bleutge, Carolin Callies, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Joshua Groß, Björn Kern, Marion Poschmann, Andreas Reckwitz, Monika Rinck, Kathrin Röggla, Walle Sayer, Yoko Tawada, Helmut Trischler, Mikael Vogel und Peter Weibel.


allmende 105

„Die Welt neu denken“ - vom Anthropozän zum Novozän - 105. Ausgabe der der allmende – Zeitschrift für Literatur


Juli 2020 | 40. Jahr
92 Seiten, reich bebildert
Mitteldeutscher Verlag
Einzelheft € 12 / sFr 16,80
ISSN 0720-3098
Einzelbezug: ISBN 978-3-96311-419-9
Abobezug: ISBN 978-3-96311-420-5
12,- € / 16,80- sFr

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Was geschieht mit der Literatur im Zeitalter der (selbstzerstörerischen) Rolle des Menschen in der Erdgeschichte? Welche Themen und Motive sind angesichts der vom Menschen hervorgerufenen ökonomischen und soziopolitischen Veränderungen (Klimawandel, Seuchen, Ressourcenausbeutung, etc.) in der gegenwärtigen Literatur zu beobachten? Wie wirken sich diese Vorgänge auf die literarische ästhetik und Poetik aus? In welcher Weise lässt sich ein Bewusstsein für die Klimakrise mit unterschiedlichen Gattungen (zum Beispiel Naturlyrik, nature writing) verknüpfen? Welchen Einfluss hat das achtlose Handeln der Zivilisation gegenüber der Natur auf das Schreiben der Autor*innen?

Die sind Fragen, mit der sich die neue Ausgabe der allmende befasst. Die Beiträger*innen der aktuellen Ausgabe - unter ihnen Andreas Reckwitz, Peter Weibel, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Marion Poschmann, Yoko Tawada und viele mehr - reflektieren auch angesichts der aktuellen Corona-Krise intensiv über die Rolle und Funktion der Literatur. Begleitet werden die Texte von einem Rezensionsteil, der einen überblick über die Neuerscheinungen zu diesem Thema gibt - ein Querschnitt, der Perspektiven öffnet.

Die allmende – Zeitschrift für Literatur ist nicht nur in Baden-Württemberg eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sie wurde 1981 gegründet, erscheint zweimal im Jahr im Mitteldeutschen Verlag Halle und wird von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert.

allmende – vollständig digitalisiert


Die Literaturzeitschrift allmende, die das kulturelle, literarische und politische Geschehen seit 1981 begleitet und dokumentiert, ist nun als Digitalisat verfügbar. Mit Hilfe der Volltextsuche kann das umfangreiche Material, zunächst in den Räumen der Literarischen Gesellschaft, welche die Zeitschrift zweimal im Jahr herausgibt, rasch und gezielt bearbeitet werden. Schon das eindrucksvolle Autorenverzeichnis der 102 erschienen Ausgaben liest sich wie ein who is who der neueren deutschen Literaturgeschichte und verleiht der Sammlung den Status eines bedeutenden Kulturdokumentes nicht nur der Region. Die allmende wurde als Zeitschrift länderübergreifend begründet auch als Opposition zu den Kernkraftwerken im Südwesten (Forchheim).

Ausgezeichnet: Die Literaturzeitschrift allmende erhielt den Kulturförderpreis des Landes Baden-Württemberg – Preisverleihung in der Stadtbibliothek Stuttgart


Der Förderpreis des Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 in Höhe von 5.000 Euro wurde am 4. Juli in der Stadtbibliothek Stuttgart an die allmende – Zeitschrift für Literatur verliehen. Die Literaturzeitschrift wurde 1981 unter anderem von Martin Walser, Adolf Muschg, Hermann Bausinger und Manfred Bosch begründet. Die Literarische Gesellschaft konnte sie vor dem »Aus« retten. Seit 2003 wird sie von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft herausgegeben und zusammen mit Matthias Walz redigiert. Sie erscheint zweimal jährlich im Mitteldeutschen Verlag Halle. Die Jury begründete die Wahl: »Die allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd.« Die Literaturzeitschrift ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres.

Editorial


»Ich nehme auf jeden Fall wahr, dass der Literatur von Männern anders begegnet wird als der von Frauen. Bücher von männlichen Autoren sind für alle da, Bücher von Autorinnen werden meist von Frauen gelesen. Das ist eine ganz seltsame Vorstellung, die bei vielen Männern vorherrscht, nämlich dass die Kunst von Frauen sie nicht betrifft.«
Giulia Becker

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